Tauchen in Thailand 2000

Thailand war unserer erste Tauchgang in warmen Wasser. Nach einem Kurzaufenthalt in Bangkok buchten wir telefonisch Tauchgänge mit Sea Bees, von deren ausgezeichneter Qualität wir wieder auf Armins Taucherseiten erfahren haben.

Wir buchten 2 Tage Tauchsafari und verknüpften die Tauchgänge mit dem AOWD Kurs, der im ganzen nur unwesentlich teurer gewesen war, als die Tauchgänge einzeln.

Die Tauchplätze waren:

Shark Point Gleich nach dem Abtauchen findet man sich in einer üppigen Weichkorallenwelt wieder, in der es nur so fleucht.
Hat man Glück, oder wie wir einen findigen Guide der einen anderen Weg als die restlichen hundert Tauchgruppen wählt, trifft man sogar am Grund pofende Leopardsharks, die aber leider sehr sensibel sind und bei der geringsten Störung wegschwimmen.Hat man dann aber so viel Glück wie wir, kann es einem passieren, dass man sich umdreht, und der eben weggeschwommene Leopard schaut einem neugierig über die Schulter, ehe er sich wieder auf den Boden verkrümelt.
Weiter geht es an den einzelnen Spots vorbei, es gibt ja schliesslich Sharkpoint I, II und III. Diese werden je nach Strömung und Luft angetaucht.Auch für die “Kleinigkeiten” sollte man ein Auge haben, nicht einfach an den Korallen vorbeifetzen, sondern ruhig mal stoppen und schauen, was sich so in den Korallen versteckt hält.
So trifft man zum Beispiel auch Seepferdchen, die in der Strömung schaukeln und einen juvenilen Fledermausfisch, sehr schön anzuschauen.Natürlich, auch meine Freunde, die Riesendrückerfische sind zur Stelle und beäugen uns kritisch.
Beim ersten Tauchgang am Sharkpoint steigen wir am Point II aus, beim zweiten Tauchgang, zwei Jahre später, kommen wir bis zum Point III, der wirklich wunderschön bewachsen ist.
King Cruiser Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch ging es hinab auf ca. 30m, zum Wrack der King Cruiser, einem Fährschiff, das zwischen den Inseln rund um Phuket verkehrte.Des Passagiers Leid, des Tauchers Glück.
Das Wrack ist inzwischen eine Heimat für etliche Fischarten geworden, besonders ins Auge gefallen sind mir die vielen Rotfeuerfische.Man kann das Wrack betauchen, selbst für Angsthasen ist zumindest das grosse Autodeck geeignet, welches zwar geschlossen ist, aber man kann es von beiden Seiten durch grosse Bullaugen betauchen ohne beklemmende Gefühle zu bekommen.Leider ist die Sicht dort nicht so toll, auch ist dort am Wrack eine je nach Tide starke Strömung zu verzeichnen.
Koh Bida Nok Die Insel gehört zu den beiden südlich von Koh Phi Phi gelegene Felsen, an denen mit Tiefen von bis zu 30m und einigen Höhlen getaucht wird. Die meiste Zeit wir geht aus an der Felswand lang, in der man In kleinen Höhlen schlafen Zackenbarsche, Muränen, Oktupusse aber auch Lobster oder Krebse beobachten kann. Neben weiteren Felsformationen sieht man etwas abseits vom Fes Leopardenhaie im Sand liegen.
Ao Maya Am Super-Sunday ist Koh Phi Phi nur eine Zwischenstation um eine Oberflächenpause einzulegen.
Von weitem sieht man den brühmt, berüchtigten Beach, genau, The Beach. Das Schiff ankert am Eingang zur Bucht, es ist nicht tief, vielleicht zwei, drei Meter.Einige gehen schnorcheln, wir faulenzen ein wenig in der Sonne und amüsieren uns über die unzähligen Ausflugsboote, die neugierige Japaner zum Schnorcheln in die Bucht karren.Auf ein Signal floppen sie dann ins Wasser, prusten beim Auftauchen, weil sie vergessen haben, beim Hineinspringen die Luft anzuhalten und so einen kräftigen Schluck genommen haben. Also, Langeweile kommt nicht auf.
Koh Dok Mai Der obligatorische Nachttauchgang, jedesmal wieder ist mir ein wenig mulmig.
Zum Glück ist das mulmige Gefühl unter Wasser wie weggeblasen, das gleiche macht auch die Strömung mit uns, sie bläst uns weg.
Es ist eine Nacht kurz vor Vollmond, entsprechend groß ist der Tidenhub.Wir bleiben in einer Tiefe von 10m, was einen ständigen Blick auf den Tiefenmesser bedarf, denn im Dunkeln vertut man sich schnell mal. Es geht immer an der Wand lang, im schwachen Licht der geliehenen Tauchlampen verschreckt nicht gleich jedes Tierchen so, dass es den Rückzug antritt.Es ist schon witzig, wir sind so ziemlich die letzte Gruppe des Schiffes, die den Tauchgang angetreten hat, und so hängen die anderen Grüppchen wie die Glühwürmchen vor uns in der Strömung.
Besonders auffällig eine Gruppe vor uns, die eigene Lampen benutzen.
Diese Lampen strahlen schlimmer als es ein Kernkraftwerk je könnte und so kommen diese Taucher vermutlich nur in den Genuss des rückwärtigen Anblickes eines verschreckten Lebewesens. Hoffentlich war’s wenigstens bunt.Die Farben sind unglaublich brilliant, Farben, die man bei Tag so nicht geniessen kann, kommen zum Vorschein.
Muränen trauen sich aus ihren Höhlen, Haarsterne in voller Pracht, die Korallen haben ihre Fangarme in die Strömung gereckt.Immer wieder erfasst uns die Strömung wie ein Staubsauger und fegt uns ein Stück weiter, bis wir wieder hinter einem Felsen Schutz finden. Interessant auch die Sprungschichten, die man nicht sieht, sondern nur spürt, es sind teilweise ganz schöne Temperaturunterschiede zu merken.
Kamala Beach Reef Am Strand unseres Hotels gab es eine Tauchbasis, von der wir uns Flaschen und Blei leihen konnten, so dass wir zwei Tauchgänge am vorgelagerten Riff durchgeführt haben. Hier gab es neben etlichen Jungfischschwärmen auch Rotfeuerfische und auch einen Ammenhai, den wir allerdings nicht gesehen haben.

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