Tauchurlaub in Thailand 2001

Bereits das zweite Mal waren wir in Thailand, zum Tauchen genauer genommen auf der Insel Phuket.

Da wir dieses Jahr mit einer Sea&Sea MX 10 “bewaffnet” waren, konnten wir auch entsprechend schöne Fotos machen. Wir hoffen, ihr findet Gefallen daran. Ausserdem berichten wir von unseren Erlebnissen mit den einzelnen Tauchbasen, diese kann man auch auf Armins Taucherseite nachlesen.

Koh Puh In Kata Beach gibt es direkt an der Hauptstraße eine kleine aber feine Tauchbasis, geleitet von dem Briten Kevan. Wir sind dort eher zufällig vorbeigestolpert und hängengeblieben. Das war unser Glück.
Na gut, in Wirklichkeit haben wir schon vom Hotel aus gesehen, dass von der Basis aus Tauchgänge an der Küste gemacht werden. Es geht schon fertig angerödelt aufs Boot, eines der typischen Longtails, sehr praktisch. Also sind wir mal fragen gegangen und haben uns für den nächsten Tag angemeldet.Es ging zu einer vorgelagerten Insel, Koh Phu. Unser Diveguide, Detlev (Spitzname Beef), ein Deutscher, hat uns bei diesem Tauchgang hervorragend geführt.Da ich eine Sea&Sea MX10 mit dabei hatte, wies er mich ständig auf irgendwelche Besonderheiten hin und hielt an, damit ich in Ruhe Fotos machen konnte. So entdeckte er zum Beispiel einen gut versteckten, schlafenden Oktopus, den ich in Ruhe fotografieren konnte.Leider war das Wasser sehr trübe, so dass wir einen weiter entfernten Fisch nicht mit Sicherheit erkennen konnten. Es war aber ein sehr großer Fisch, ich vermute ein Kofferfisch oder ähnliches. Für ein Foto hat es leider nicht gereicht, er war zu schnell weg.Das Schöne ist, dass mir Detlev viele gute Tipps zum Thema Unterwasser-Fotografie gegeben hat, die ich versucht habe in den nächsten Tauchgängen umzusetzen.
Karon Rock Ein weiterer Tauchgang, den wir mit der Tauchbasisi Phuket Scuba Club gemacht haben, führte zu einem Plateau. Auch hier ging es wieder im Longtail hin, diese Boote sind für kurze Strecken wirklich klasse.Das Plateau liegt zwischen zwei Buchten, es hebt sich bis auf eine Tiefe von 5m an, der Grund ist ca. 15- 20 m tief. Ein zutraulicher Schwarm Fledermausfische heisst uns willkommen und testet, ob wir was Leckeres dabei haben.
Fehlanzeige ! Schade, schade, denken sie, man sieht es ihnen an, dann ziehen sie von dannen.Es geht weiter zum Grund, zwischen Felsbrocken, die sich sich wie Mini-Canyons hinziehen, hindurch. Dort lauern eine ganze Menge Drachenköpfe, gut getarnt, man muss schon zweimal schauen. Das kann sich zum Sport entwickeln, Drachenköpfe enttarnen. Weiter geht’s !Mir läuft vor Lachen das Wasser in den Mund, denn es hält kaum mehr die zweite Stufe zwischen meinen Zähnen.
Warum ?
Ein paar Putzerfische haben es sich zur Aufgabe gemacht, die in ihren Augen sparkigen Flossen von Kevan, dem Basenbesitzer, zu reinigen. Der merkt natürlich nichts von seinem Glück und paddelt fleissig weiter, was die Fischlis nicht davon abhält, ihn munter zu verfolgen und sorgfältig die Flossen zu reinigen.
Dieser Tauchgang wurde mit glänzenden Flossen beendet !Eines Muss noch gesagt werden.
Wir hatten wirklich grosses Glück, bereits zur Tauchbasis in Kata Beach Kontakt zu haben, denn als wir einen Tauchausflug über eine (inzwischen nicht mehr) zur Tauchbasis Sea-Bees gehörige Aussenstelle gebucht hatten.

Wir saßen pünktlich zur abgemachten Abholzeit an der Hotelrezeption. Und da saßen wir dann auch noch eine Viertelstunde später. Inzwischen beunruhigt riefen wir bei der Hauptbasis in Chalong an, um zu erfahren, dass das Boot bereits im Aufbruch begriffen ist, natürlich ohne uns.
Uns wurde zwar ein Alternativtermin angeboten, das war für uns allerdings aufgrund unseren weiteren Reiseplanung nicht realisierbar. Wie begossene Pudel rückten wir wieder ab aufs Zimmer und trotteten traurig an den Strand.

Um überhaupt irgendetwas zu machen, schauten wir bei Kevan und Beef vorbei und erzählten von unserem Pech.
Wir wollten den Tauchgang extra an diesem Tage bei Sea Bees gebucht, da wir an den Racha Inseln tauchen wollten.
Kurzerhand organisierte Beef für den nächsten Tag eine Ausfahrt, indem er uns auf die Japanische Basis, die Marine Divers gebucht haben.

Racha NoiRacha Yai Das Tauchschiff war ausser uns nur mit Japanern besetzt, was seinen charmanten Reiz hatte.Unsere Diveguide Ayiama führte uns souverän durch die beiden Tauchplätze und hatte nach Beendigung der Tauchgänge jeweils nur 50 bar aus ihrer Flaschen gezogen, während wir beim Tauchen teilweise gegen die Strömung unsere Flaschen leergelutscht haben.
Shark Point Gleich nach dem Abtauchen findet man sich in einer üppigen Weichkorallenwelt wieder, in der es nur so fleucht.
Hat man Glück, oder wie wir einen findigen Guide der einen anderen Weg als die restlichen hundert Tauchgruppen wählt, trifft man sogar am Grund poofende leopardsharks, die aber leider sehr sensibel sind und bei der geringsten Störung wegschwimmen.Hat man dann aber so viel Glück wie wir, kann es einem passieren, dass man sich umdreht, und der eben weggeschwommene Leopard schaut einem neugierig über die Schulter, ehe er sich wieder auf den Boden verkrümelt. Weiter geht es an den einzelnen Spots vorbei, es gibt ja schließlich Sharkpoint I, II und III. Diese werden je nach Strömung und Luft angetaucht.Auch für die “Kleinigkeiten” sollte man ein Auge haben, nicht einfach an den Korallen vorbeifetzen, sondern ruhig mal stoppen und schauen, was sich so in den Korallen versteckt hält.
So trifft man zum Beispiel auch Seepferdchen, die in der Strömung schaukeln und einen juvenilen Fledermausfisch, sehr schön anzuschauen.Natürlich, auch meine Freunde, die Riesendrückerfische sind zur Stelle und beäugen uns kritisch.
Beim ersten Tauchgang am Sharkpoint steigen wir am Point II aus, beim zweiten Tauchgang, zwei Jahre später, kommen wir bis zum Point III, der wirklich wunderschön bewachsen ist.
Koh Bida Nok Die Insel gehört zu den beiden südlich von Koh Phi Phi gelegene Felsen, an denen mit Tiefen von bis zu 30m und einigen Höhlen getaucht wird. Die meiste Zeit wir geht aus an der Felswand lang, in der man In kleinen Höhlen schlafen Zackenbarsche,Muränen,Oktupusse aber auch Lobster oder Krebse beobahcten kann. Neben weiteren Felsformationen sieht man etwas abseits vom Fes Leopardenhaie im Sand liegen.
Koh Bida Nai Ein Riff mit Super Artenvielfalt, dass sich in einem Tauchgang umrunden lässt. Sehr schöne Felsen auf Sandgrund. Reicher Bewuchs und Korallenfische sowie Leopardenhaie.
Ao Maya Am Super-Sunday ist Koh Phi Phi nur eine Zwischenstation um eine Oberflächenpause einzulegenzu machen.
Von weitem sieht man den berühmt, berüchtigten Beach, genau, The Beach. Das Schiff ankert am Eingang zur Bucht, es ist nicht tief, vielleicht zwei, drei Meter.Einige gehen schnorcheln, wir faulenzen ein wenig in der Sonne und amüsieren uns über die unzähligen Ausflugsboote, die neugierige Japaner zum Schnorcheln in die Bucht karren.Auf ein Signal floppen sie dann ins Wasser, prusten beim Auftauchen, weil sie vergessen haben, beim Hineinspringen die Luft anzuhalten und so einen kräftigen Schluck genommen haben.
Also, Langeweile kommt nicht auf.
Koh Dok Mai Der obligatorische Nachttauchgang, jedesmal wieder ist mir ein wenig mulmig.
Zum Glück ist das mulmige Gefühl unter Wasser wie weggeblasen,
das gleiche macht auch die Strömung mit uns, sie bläst uns weg.
Es ist eine Nacht kurz vor Vollmond, entsprechend groß ist der Tidenhub.Wir bleiben in einer Tiefe von 10m, was einen ständigen Blick auf den Tiefenmesser bedarf, denn im Dunkeln vertut man sich schnell mal.
Es geht immer an der Wand lang, im schwachen Licht der geliehenen Tauchlampen verschreckt nicht gleich jedes Tierchen so, dass es den Rückzug antritt.Es ist schon witzig, wir sind so ziemlich die letzte Gruppe des Schiffes, die den Tauchgang angetreten hat, und so hängen die anderen Grüppchen wie die Glühwürmchen vor uns in der Strömung. Besonders auffällig eine Gruppe vor uns, die eigene Lampen benutzen. Diese Lampen strahlen schlimmer als es ein Kernkraftwerk je könnte und so kommen diese Taucher vermutlich nur in den Genuss des rückwärtigen Anblickes eines verschreckten Lebewesens. Hoffentlich wars wenigstens bunt.Die Farben sind unglaublich brilliant, Farben, die man bei Tag so nicht genießen kann, kommen zum Vorschein.
Muränen trauen sich aus ihren Höhlen, Haarsterne in voller Pracht, die Korallen haben ihre Fangarme in die Strömung gereckt.Immer wieder erfasst uns die Strömung wie ein Staubsauger und fegt uns ein Stück weiter, bis wir wieder hinter einem Felsen Schutz finden.
Interessant auch die Sprungschichten, die man nicht sieht, sondern nur spürt, es sind teilweise ganz schöne Temperaturunterschiede zu merken.

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